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	<title>blogpartei &#187; Wer ist denn?</title>
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	<description>ein muenchner musikblog</description>
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		<title>Wer ist denn &#8230; Silent Portraits?</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 18:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[Wer ist denn?]]></category>

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		<description><![CDATA[Der geneigte Musikkritiker ist ja, sodenn er nicht in den M&#252;hlen der Ver&#246;ffentlichungsmaschine langsam zu geschmacksneutralem Mehl zermalmt werden soll, stets auf der Suche nach vielversprechender neuer Musik oder solcher, die eine Retrospektive verdient. &#220;ber den kurzen Satz »Viel mehr &#8230; <a href="http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="cspc-trans-interior-wrap" class="cspc-wrapper">
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<p>Der geneigte Musikkritiker ist ja, sodenn er nicht in den M&#252;hlen der Ver&#246;ffentlichungsmaschine langsam zu geschmacksneutralem Mehl zermalmt werden soll, stets auf der Suche nach vielversprechender neuer Musik oder solcher, die eine Retrospektive verdient. &#220;ber den kurzen Satz <em>»Viel mehr findet man nicht &#252;ber Silent Portraits.«</em> stolperte ich bei <a href="http://www.roteraupe.de/neues/3057">André</a> vor bald einem Jahr und verga&#223; <a href="http://silentportraits.bandcamp.com/">Silent Portraits</a> seitdem nicht mehr. Wie k&#246;nnte man auch angesichts eines Zitats wie <em>»I improvise little tunes. Mostly at night. I also like puppets.«</em></p>
<p>Im <a href="http://www.blogpartei.de/2011/03/16/music-alliance-pact-march-2011/" title="Music Alliance Pact March 2011">M&#228;rz</a> stellte ich Silent Portraits im Rahmen des Music Alliance Pacts wie folgt vor: </p>
<blockquote><p> Music recorded in one take always has the charm of authenticity. And music recorded with lo-fi equipment in a bedroom can have wonderful results. As you listen to Silent Portraits, you feel the raw energy behind these sketches. Imperfect, powerful and benign, Maxi’s voice and reverbed guitar create a warm and somewhat melancholic soundscape reminiscent of PJ Harvey or Becky Lee.
</p></blockquote>
<p>Einige Releases sp&#228;ter sind die Songs von Maxi nicht mehr grunds&#228;tzlich &#8220;warm&#8221;, sondern zum Teil auch eher von k&#252;hler Natur, ein gewisses Gef&#252;hl der Verlorenheit stellt sich ein. Das Demo <a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Silent-Portraits-On-Repeat-demo.mp3">&#8220;On Repeat&#8221;</a> schickte sie mir mit den Worten: &#8220;F&#252;r vernebelte Tage&#8221;. Und das empfinde ich als passende Beschreibung.<br />
<a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Silent-Portraits-On-Repeat-demo.mp3">Download audio file (Silent-Portraits-On-Repeat-demo.mp3)</a></p>
<p>Nach und nach bekam ich auch mit, dass die 25-j&#228;hrige Maxi sich auch als Illustratorin, unter anderem f&#252;r Videos anderer Bands verdingt. Das verlangte nach Antworten auf meine Fragen &#8211; nach dem Klick gibt&#8217;s daher ein <strong>Interview </strong>und <strong>weitere Songs</strong>.</p>
<p>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/mondklein/' title='Illustration von Maxis &lt;a href=&quot;http://silentportraits.tumblr.com/&quot;&gt;tumblr&lt;/a&gt;'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/mondklein-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Illustration von Maxis tumblr" title="Illustration von Maxis tumblr" /></a>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/sp1/' title='Illustration'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/SP1-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Illustration" title="Illustration" /></a>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/sp2/' title='Illustration/Foto von Maxis &lt;a href=&quot;http://silentportraits.tumblr.com/&quot;&gt;tumblr&lt;/a&gt;'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/SP2-150x150.png" class="attachment-thumbnail" alt="Illustration/Foto von Maxis tumblr" title="Illustration/Foto von Maxis tumblr" /></a>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/still-aus-dem-video-zu-silent-portraits-mama/' title='Standbild aus dem Video zu Mama von Silent Portraits'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Still-aus-dem-Video-zu-Silent-Portraits-Mama-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Standbild aus dem Video zu Mama von Silent Portraits" title="Standbild aus dem Video zu Mama von Silent Portraits" /></a>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/still-aus-dem-video-zu-porcelain-rafts-dragonfly/' title='Standbild aus dem Video zu Dragonfly von Porcelain Raft'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Still-aus-dem-Video-zu-Porcelain-Rafts-Dragonfly-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Standbild aus dem Video zu Dragonfly von Porcelain Raft" title="Standbild aus dem Video zu Dragonfly von Porcelain Raft" /></a>
<a href='http://www.blogpartei.de/2011/11/20/wer-ist-denn-silent-portraits/still-aus-dem-video-zu-oupas-windows/' title='Standbild aus dem Video zu Windows von Oupa'><img width="150" height="150" src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Still-aus-dem-Video-zu-Oupas-Windows-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Standbild aus dem Video zu Windows von Oupa" title="Standbild aus dem Video zu Windows von Oupa" /></a>
<br />
<span id="more-4539"></span><br />
Nach vorsichtigem Herantasten fand ich zwei Selbstbeschreibungen von Maxi; eine zielt auf die technische Seite, die andere auf das zu erzeugende Gef&#252;hl &#8211; beide treffen zu:
</p>
</div>
<div id="cspc-content" style="clear:left;">
<div id="cspc-column-0" class="cspc-column" style="display:inline-block;float:left;margin-left:0%;width:48.5%;overflow:hidden;">
<p>
<strong><br />
<blockquote>&#8220;Imperfections mit viel Reverb.&#8221;</p></blockquote>
<p></strong><br />
<a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Silent-Portraits-Soldiers.mp3">Download audio file (Silent-Portraits-Soldiers.mp3)</a></p>
<p>Dazu muss man wissen, dass alle Songs bei Maxi zu Hause entstehen, quasi in der Tradition von Bedroom Sessions, die vor einem Jahr durch Atlas Sound ein Manifest bekamen. Zuerst dachte ich, angesichts des LoFi-Charakters sei ein Vierspurrekorder im Spiel. Doch mitnichten, ein Laptop, ein paar Instrumente und Effekte und fertig ist der Song. Es sind vergleichsweise einfache Kompositionen, die Gitarre ruht in ihrem Echo, ebenso wie Maxis Stimme, trotz der Enge der Aufnahmesituation wird ein Gef&#252;hl der Weite erzeugt. Womit wir auch sofort bei der emotionalen Wirkung der Songs sind.</p>
</div>
<div id="cspc-column-1" class="cspc-column" style="display:inline-block;float:left;margin-left:3%;width:48.5%;overflow:hidden;">
<p>
<strong><br />
<blockquote>&#8220;A giant star run out of fuel.&#8221;</p></blockquote>
<p></strong><br />
<a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Silent-Portraits-Twisted.mp3">Download audio file (Silent-Portraits-Twisted.mp3)</a></p>
<p>Denn die ist f&#252;r meine Ohren enorm, auch wenn einen die &#220;bersteuerungen gleichsam wieder aus den Gedanken rei&#223;en wollen &#8211; der markante Gesang ist im Vordergrund ohne sich dorthin zu dr&#228;ngen, er zieht einen quasi in die Musik hinein. Dazu passt, dass Maxi zu obiger Beschreibung sagt, dass &#8220;so mal jemand die Entstehung eines schwarzen Lochs beschrieben hat.&#8221; Ein Song wie <a href="http://soundcloud.com/silent-portraits/stranger-to-you">Stranger To You</a> ist intim, auch wenn er das Gegenteil besingt: &#8220;I&#8217;d like to remain a stranger to your heart, I&#8217;d like to remain a stranger to your mind, I&#8217;d like to remain a stranger to your thoughts, I&#8217;d like to remain a stranger to you &#8230;&#8221;
</p>
</div>
<div style="clear:left;"></div>
</div>
<div id="cspc-footer" style="clear:left;">
<p>Die besungene und gef&#252;hlte Leere und Weite der Songs, die mit einer Offenbarung von Gef&#252;hlen einhergeht, schreit geradezu nach Fragen und Antworten. Und nachdem im Netz nahezu nichts zu finden ist &#252;ber die Person hinter Silent Portraits, hier ein kleines, direktes Interview:</p>
<div align="center">
<h2>Interview</h2>
</div>
<hr />
<strong>Tom: Maxi, warum ist es so schwierig, etwas &#252;ber dich herauszubekommen?</strong><br />
Maxi: Warum man nix findet&#8230; Vielleicht weil ich grad erst angefangen habe Musik zu machen. Was m&#246;chtest du denn wissen?</p>
<p><strong>Um diese Vorlage gleich zu nutzen: Was bringt dich pers&#246;nlich dazu, Musik aufzunehmen und online zu stellen?</strong><br />
Eigentlich neige ich zum Perfektionismus, aber in der Musik habe ich das zum ersten Mal &#252;berwinden k&#246;nnen. Was f&#252;r eine Befreiung! Hoffentlich kann ich mir das bewahren.</p>
<p><strong>Wenn du Perfektionismus ansprichst, war diese &#220;berwindung auch ein Grund, mit dem &#246;ffentlichen &#8220;Musizieren&#8221; anzufangen? Oder damit, als Songwriterin sich zu versuchen</strong><br />
Mit dem Musik basteln hab ich aus einem ganz anderen Grund angefangen. Ich interessiere mich sehr f&#252;r Soundeffekte und hatte vor, welche f&#252;r meine Animationen selbst zu machen. Beim ersten Versuch kam ein Lied raus. Und so hat sich das entwickelt. Ich glaub meine Texte sind zu schlecht f&#252;r die Kategorie Songwriter. Ich nutze verstimmte Instrumente, altes sch&#228;biges Zeug, was sich so &#252;ber die Jahre angesammelt hat ohne dass es jemals benutzt wurde. Ich glaube, alles was ich habe, ist out of tune oder so gut wie unbrauchbar; das h&#228;lt mich aber nicht davon ab es zu benutzen, denn es macht einen Heidenspa&#223;!</p>
<p><strong>Im Endeffekt will ich mit der Frage, glaub ich, herausfinden, was dich bewegt, Musik nicht mehr nur zu machen, sondern auch aufzunehmen und einer unbekannten &#214;ffentlichkeit zug&#228;ngig zu machen.</strong><br />
Ich hab keinen gro&#223;en &#214;ffentlichkeitsdrang, das hat sich eher so ergeben. Der Vorteil an solchen Ver&#246;ffentlichungen ist, dass man andere leidenschaftliche Musikliebhaber und Musiker kennenlernt. Woraus wieder eine Zusammenarbeit entstehen k&#246;nnte oder aber einfach nur ein reger Austausch &#252;ber Musik und mehr als Musik. Das ist das Beste was einem passieren kann meiner Meinung nach! Eigentlich soll Silent Portraits nicht nur ein reines Musikprojekt werden, aber das wird sich noch zeigen.</p>
<p><strong>Spielt da eventuell auch Berlin eine Rolle? Ich vernahm einer Mail von dir, dass du dort noch nicht so lange wohnst; bist du wegen einem Job hin, der Musik wegen oder&#8230;?</strong><br />
Berlin hat mit all dem &#252;berhaupt nichts zu tun. Ich habe davor in London gelebt, das war musikalisch bereichernder; zu dem Zeitpunkt habe ich aber keine Musik gemacht. Berlin ist noch billig, der einzige Grund warum ich hier lebe und etwas mehr Freizeit als woanders habe, solchen Spielereien nachzugehen.</p>
<p><strong>In welcher Situation entstehen deine Songs? Ist das eher ein Prozess, der sich &#252;ber verschiedene Stationen, Ideen und Versuche erstreckt oder doch eher was Spontanes, das &#8220;in einem Aufwasch&#8221; entsteht?</strong><br />
Dadurch dass alles sehr schnell und zumeist an einem Tag oder auch in einem Take ensteht, spiegelt es auf jeden Fall gewisse Erlebnisse eines bestimmten<br />
Zeitraums wider. Ein paar wochen sp&#228;ter kann ich mit manchen Liedern schon gar nichts mehr anfangen, weil das Gef&#252;hl oder Erlebnis bereits verarbeitet ist. Genau aus<br />
dem Grund habe ich anfangs jeden neuen Song den ich einigermassen mochte sofort online gestellt ohne weiter dar&#252;ber nachzudenken. Und eigentlich wollte ich gar nichts online stellen aber Mauro von <a href="http://porcelainraft.com/">Porcelain Raft</a> hat auf mich eingeredet. Und derzeit funktionieren diese Releases als Deadline f&#252;r mich.</p>
<p>Meine Sounds sammle ich nebenbei, ebensowie ich Gitarrenmelodien aufnehme. Keine Ahnung, ob aus denen was wird, es ist alles etwas chaotisch, was den Aufnahmeprozess angeht, wenn du mich fragst. </p>
<p><strong>Wenn ich versuche, die Stimmung, die deine Songs in mir ausl&#246;sen, in Worte zu fassen, kommen mir immer wieder die Worte &#8220;verloren&#8221; und &#8220;gedimmt&#8221; in den Sinn. Findest du das angemessen oder zu kurz gegriffen? Oder ist es dir gleich, wenn deine Songs anders interpretiert werden, als du eventuell gedacht und gef&#252;hlt hast?</strong><br />
Ich denke dar&#252;ber nicht nach, wie man meine Musik beschreiben k&#246;nnte oder kategorisieren sollte, das &#252;berlass ich jedem selbst. Verloren trifft es aber ziemlich gut.<br />
F&#252;r die EP hoffe ich die Atmosph&#228;re eines erdachten W&#252;stentrips zu kreieren. Aber mein ausgedachter W&#252;stentrip h&#246;rt sich sicherlich anders an als deiner.</p>
<p><a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2011/11/Silent-Portraits-Go-Away-From-My-Window-John-Jacob-Niles-Cover.mp3">Download audio file (Silent-Portraits-Go-Away-From-My-Window-John-Jacob-Niles-Cover.mp3)</a></p>
<p><strong>Zum ber&#252;chtigten Kategorisieren von Musik: Das ist irgendwie so eine Sache, jeder Schreiberling macht das offenbar, auch gerne, aber kaum ein Leser kann damit sehr viel anfangen. Wobei meine beiden &#8220;Schlagworte&#8221; sich eher auf ein Gef&#252;hl bezogen, denn auf ein Genre à la lofinoise oder &#196;hnliches.</strong><br />
Ich hab nichts dagegen, wenn sich jemand gef&#252;hlsm&#228;&#223;ig dar&#252;ber ausl&#228;sst, im Gegenteil! Das finde ich sehr interessant und manchmal auch inspirierend! Leidenschaft nenn&#8217; ich das. F&#252;r Musik und f&#252;rs Schreiben. Generell halte ich aber vom Schubladen basteln nicht viel. Oder dem Bed&#252;rfnis, immer alles einordnen oder verstehen zu m&#252;ssen. Das h&#228;lt einen ab vom wesentlichen, wie z.b. mit Leidenschaft bei der Sache sein. Manche Sachen begreift man eben nicht sofort, die m&#252;ssen reifen. Aber egalm, ich komme ab vom Thema.</p>
<p><strong>Hast du eigentlich schon Konzerte gegeben? Zumindest gibt es ja Live-Mitschnitte deiner Songs.</strong><br />
Live war das insofern, dass ich einen Abend einigen guten Freunden was vorgespielt habe und dabei auf Record gedr&#252;ckt habe. Wollte nur mal sehen, ob ich es alleine mit der Gitarre aushalte. Manches hat geklappt, anderes war dann doch zu traurig und bedarf elektronischer Unterst&#252;tzung. Man kann eben nur ein gewisses Ma&#223; an Melancholie dem H&#246;rer zumuten beziehungsweise sollte man das Ganze besser verpacken. Es gibt genug Musik die trotz Melancholie eine unwiderstehliche Kraft ausstrahlt ohne dabei weinerlich zu wirken. Das ist mir wichtig.</p>
<p>Aus dem Grund gab es bisher noch keine Liveauftritte. Ich bin definitiv keine Rampensau, deswegen sollte ich mir einige Ablenkungen f&#252;r den Auftritt &#252;berlegen. Ein Bandmitglied w&#228;re auch von Vorteil. Idealerweise jemand, der gerne improvisiert und weniger in Songs denkt als ich, um dem Ganzen etwas Sch&#228;rfe zu verleihen.</p>
<p><strong>Zum Abschluss: Was sind deine Vorhaben in der Musik? &#8220;F&#252;r dich&#8221; weiterentwickeln, auf eine &#8220;professionelle&#8221; Aufnahme hinarbeiten oder die Dinge einfach nehmen wie sie kommen?</strong><br />
Wenn man gerade erst am Anfang steht, macht man sich &#252;ber das alles wirklich keine R&#252;be. Ich bin schon sehr aufgeregt, wenn sich zehn Leute f&#252;r meine Musik interessieren, oder so liebe Anfragen wie deine kommen! Gerade arbeite ich an einem Video f&#252;r <a href="http://vctn.bandcamp.com/releases">Vacation</a>, tolle Band aus Upstate New York. Ansonsten: Die Dinge, und nur die besten, nehmen wie sie kommen!</p>
<p><strong>Danke f&#252;r deine Zeit und Einblicke!</strong></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27630603?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0&amp;color=ffffff" width="640" height="423" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe><br />
<em>Video von Maxi zu Windows von Oupa, der auch bei den erfrischenden Yuck mitspielt.</em></p>
<div align="center">
<h2>Linksammlung</h2>
</div>
<hr />
Location: Berlin<br />
Label: unsigned<br />
Music: <a href=" http://soundcloud.com/silent-portraits">Soundcloud</a>, <a href="http://silentportraits.bandcamp.com">Bandcamp</a><br />
Blog: <a href="http://silentportraits.tumblr.com/">Tumblr</a><br />
Mehr: <a href="http://vimeo.com/silentportraits/videos">Vimeo</a></p>
</div>
<div style="clear:both; height:0;"> </div>
</div>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer ist denn &#8230; Candelilla?</title>
		<link>http://www.blogpartei.de/2009/11/22/wer-ist-denn-candelilla/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 21:18:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer den aktuellen Music Alliance Pact gelesen hat, wei&#223; Bescheid: Candelilla sind mein Ding. Das Deb&#252;t reasonreasonreasonreason liegt mir nun bereits zwei Wochen vor, ich hatte somit einige Zeit, mich in den ambitionierten und inspirierten Sound einzuh&#246;ren. Nach dem Klick ein umfangreiches Review der M&#252;nchener Avantgarde. <a href="http://www.blogpartei.de/2009/11/22/wer-ist-denn-candelilla/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/Candelilla2.jpg" alt="Candelilla" title="Candelilla" width="500" class="size-full wp-image-3171" /><br />
Wer den aktuellen <a href="http://www.blogpartei.de/2009/11/15/music-alliance-pact-november-2009/">Music Alliance Pact </a>gelesen hat, wei&#223; Bescheid: <a href="http://www.myspace.com/candelilla"><strong>Candelilla</strong></a> sind mein Ding. Das Deb&#252;t <em>reasonreasonreasonreason </em>liegt mir nun bereits zwei Wochen vor, ich hatte somit einige Zeit, mich in den Sound einzuh&#246;ren. </p>
<p>Doch nun zum Wichtigsten &#8211; zur Musik. Offenbar f&#228;llt es vielen Musikkritikern nicht ganz leicht, Candelillas Musik einzuordnen; dies kann man an den mannigfaltigen Bezeichnungen ablesen, die der Musik des M&#252;nchener Vierers gegeben werden: Von &#8220;Trash-Pop&#8221;, &#8220;Grunge-Punk&#8221;, &#8220;Motz-Kunst-Rock&#8221; &#252;ber &#8220;Indie-Rock&#8221; bis zu &#8220;Riot-Grrrl-Punk&#8221; ist da die Rede. Sicher ist, dass die Vier gerne verschiedene Musikstile inkorporieren. Zwei Referenzbands stehen jedoch immer im Raum, wenn es um Candelillas Stil geht: Dresden Dolls und Sonic Youth. Wenden wir uns also zun&#228;chst der technischeren Seite der Musik zu, um danach die transportierten Stimmungen zu thematisieren.</p>
<p><a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/Candelilla-13%28Germany%29.mp3">Download audio file (Candelilla-13%28Germany%29.mp3)</a><br />
<a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/Candelilla-13%28Germany%29.mp3">Candelilla &#8211; #13</a></p>
<p>In der M&#252;nchener Szene wurden Candelilla in den letzten Jahren immer wieder ausgezeichnet: Beste junge Band der Stadt, beste V&#214; der Stadt &#8211; doch selbst die vier M&#228;dels finden, dass sie erst jetzt die Musik machen, f&#252;r die sie diese Vorschusslorbeeren kassiert haben. Augenf&#228;llig wird die Entwicklung der Band unter anderem an diversen Umbesetzungen: So spielt Sandra Hipold das Schlagzeug mit einem anderen Anspruch als die ersetzte Dominique de Marné, die eher ein Akzentuieren des Gitarrenl&#228;rms (sanfte Drums, viel Becken) favorisierte. Hipold ist das Metronom der Band, das die anderen Instrumente vor sich hertreibt und ihren Einsatz quasi ank&#252;ndigt. Sehr sch&#246;n kann man das an der Single <em>#13</em>, aber auch <em>#19</em> h&#246;ren. Nichtsdestotrotz sind die zuerst geschriebenen Songs des Albums (dessen Nummern eben dieses chronologisches Schaffungsdatum indizieren) wie <em>#1</em> und <em>#4</em> eher dem &#8220;alten&#8221; Schema verpflichtet, aber mit deutlich st&#228;rkerer Pr&#228;gnanz im Spiel als de Marné.</p>
<p><strong>Dresden Dolls</strong> als Referenz sind insofern keine schlechte Wahl, da zum Einen der charakteristische, teils von der Stimmlage sehr &#228;hnliche Gesang von Lina, Rita und Mira (<em>#1</em>) an Amanda Palmer erinnert. Dazu kommt zum Anderen selbstverst&#228;ndlich auch das Spiel von Rita, die sich inzwischen nur noch am Klavier verdingt. Dort h&#228;lt sie sich in manchen Songs vornehm zur&#252;ck, um daf&#252;r anderen Songs ganz klar ihren Stempel aufzudr&#252;cken; manchmal in vorderster Front als Rhythmus- und Melodiegeber (<em>#17, #1, #18</em>), dann wieder als Akzentuierer wie in <em>#14</em>.</p>
<p>&#220;ber die Jahre ebenfalls deutlich an Ausdruckskraft zugelegt hat der Bass von Mira Mann. Auch hier sollte <em>#13</em> als eine gute Referenz dienen, <em>#15</em> zeigt es aber wohl am deutlichsten &#8211; genau so mag ich das! Wer eine andere, an The Clash angelehnte Variante h&#246;ren will, k&#246;nnte sich <em>#1</em> zuwenden, der im Hintergrund das Fundament legt, um dann in der Mitte des Songs wie eine Gitarre gespielt im Vordergrund zu wirken. Und wie ihr sicher langsam wisst, ist f&#252;r mich ein gut gespielter Bass mehr wert als jedes andere Instrument in einer Band. </p>
<p><a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/33/1c781d8f45f23a8d564fc81f7ff4873ddab97969.mp3">Download audio file (1c781d8f45f23a8d564fc81f7ff4873ddab97969.mp3)</a><br />
<a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/33/1c781d8f45f23a8d564fc81f7ff4873ddab97969.mp3">Let&#8217;s Build A Dangerous Minded Society (2005)</a></p>
<p>Die zweite, gernzitierte Referenzband <strong>Sonic Youth</strong> h&#246;rt man zum Einen in der generellen Experimentierfreudigkeit, was beispielsweise rauchige Sounds angeht, zum Anderen aber auch im Facettenreichtum der Gitarre: Die kurz angeschlagene, stark verzerrte Gitarre, die einem Song wie <em>#16</em> in dessen zweiter H&#228;lfte Highlights verpasst, dann aber in <em>#17</em> schamlos im Postrock wildert, um in <em>#14</em> oder auch <em>#18</em> wunderbar sanft die Textzeilen zu untermalen. Dazu kommt noch der Mut zu Stilwechseln innerhalb eines Songs: <em>#11</em> beginnt als herzhafter Indierock mit ordentlich <del>Gitarrenriffs</del> hochgeregelten Bassriffs, geht dann nach einem Klavierintermezzo jedoch &#252;ber in Postrock &#8211; um dann den Indierock nochmals aufzunehmen und erneut im Postrock ausklingen zu lassen. </p>
<p><a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/44/992ac106d0a07639e02a23d3d1893dc4687ac5a4.mp3">Download audio file (992ac106d0a07639e02a23d3d1893dc4687ac5a4.mp3)</a><br />
<a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/44/992ac106d0a07639e02a23d3d1893dc4687ac5a4.mp3">Candelilla &#8211; Neun (2008)</a></p>
<p>Als Verdikt k&#246;nnte <em>#17</em> dienen &#8211; Der Song hat deutsche wie englische Lyrik mit dem Thema vom Kampf gegen gezogene Grenzen, die zwischen Wut und augenzwinkerndem Dadaismus schwankt, wie in so vielen Songs von Candelilla. Zum anderen gibt allen vier Instrumenten genau den Raum, den sie vollst&#228;ndig ausf&#252;llen k&#246;nnen, ohne andere in den Hintergrund zu dr&#228;ngen (was vielleicht die heimliche St&#228;rke der Band ist): Das Klavier setzt die melodische Grundlinie fast schon wie normalerweise der Bass, das Schlagzeug treibt den Song rhythmussicher und druckvoll an, die Gitarre schrubbt rauschig verzerrt wunderbar vor sich hin, um sich stellenweise geradezu melancholisch der Antiklimax hinzugeben, der Bass setzt die tiefen Akzente.</p>
<p>So viel zum musikalischen Anspruch der Damen. Stilsicherheit durch Stileklektik k&#246;nnte das Motto sein.</p>
<p>Dieses aufgebaute musikalische Ger&#252;st hat jedoch auch einen Zweck &#8211; es soll Stimmungen transportieren. Und in dieser Stimmung kommt nun der Grunge zu seinen Ehren. Denn viele Songs haben insbesondere in den Songtexten eine mehr oder minder unterschwellige Aggression. Doch w&#228;hrend in fr&#252;heren Songs das eher noch offen thematisiert, quasi der Teenage Angst gehuldigt wurde, wird dies nun in Wortspielen, metaphorischen Oxymora, zum Teil auch ironisch verpackt und muss erst entschl&#252;sselt werden. Eine gewisse Reife gegen&#252;ber den thematisierten Problemen quasi, die man jedoch nicht mit Distanz oder Leidenschaftslosigkeit verwechseln sollte. Denn leidenschaftslos, distanziert oder simpel sind Candelilla sicher nicht. </p>
<p>Was f&#252;r ein Aush&#228;ngeschild f&#252;r M&#252;nchen. </p>
<blockquote><p>Tracklist: 11, 13, 17, 4, 14, 1, 10, 18, 15, 19, 16, 12
</p></blockquote>
<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/candelilla1.jpg" alt="Candelilla" title="Candelilla" width="500" class="size-full wp-image-3170" /></p>
<p>Dass Candelilla die Dinge gerne insgesamt richtig anpacken, kann man an einigen Dingen sehen, die &#252;ber die Songs hinausgehen. Zur Aufnahme des Deb&#252;ts verabschiedeten sie sich gleich ganz in die Abgeschiedenheit einer M&#252;hle bei F&#252;rstenfeldbruck, f&#252;r potentielle Konzertveranstalter gibt es einen genauen, technischen B&#252;hnenplan zum <a href="http://www.candelilla.de/Candelilla_Technical%20Rider.pdf">Download (pdf)</a>, EP wie Album sind liebevoll von Hand gestaltet und gesiebdruckt, Pressematerial von einer handgeschriebenen Nachricht begleitet. Und nicht zuletzt hie&#223; die EP von 2004 &#8220;Our Start To Stay&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/Candelilla3.jpg" alt="Candelilla" title="Candelilla" width="500" class="size-full wp-image-3172" /></p>
<blockquote><p>Mitglieder: Lina Seybold, Rita Argauer, Mira Mann, Sandra Hipold<br />
Album: Candelilla EP (2007), &#8230;Don&#8217;t Rely On What Others Say EP (2008), reasonreasonreasonreason (2009)<br />
Label: <a href="http://www.red-can.com/">Red Can Records</a><br />
Downloads:<a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/11/Candelilla-13%28Germany%29.mp3">#13</a>, <a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/44/992ac106d0a07639e02a23d3d1893dc4687ac5a4.mp3">Neun (2008)</a>, <a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/78/5c46af36962d3ef3ceab6a084f0a356ae24e284a.mp3">Happy Fucking Valentines Day (2005)</a>, <a href="http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/on3//music/33/1c781d8f45f23a8d564fc81f7ff4873ddab97969.mp3">Let&#8217;s Build A Dangerous Minded Society (2005)</a><br />
Links: <a href="http://www.myspace.com/candelilla">Myspace</a>, <a href="http://www.candelilla.de/">Homepage</a>
</p></blockquote>
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		<title>Wer ist denn &#8230; Schlachthofbronx?</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 14:51:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Issue 03]]></category>
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		<description><![CDATA[Niemand kommt an ihnen in M&#252;nchen vorbei: Schlachthofbronx. Sie schmei&#223;en die aktuell beste Party der Stadt, spielen auf der ganzen Welt Clubgigs, entern Wiesnfahrgesch&#228;fte und kommen aus M&#252;nchen. Wer ist das? <a href="http://www.blogpartei.de/2009/10/14/wer-ist-denn-schlachthofbronx/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/10/Schlachthofbronx.jpg" alt="Schlachthofbronx Clubgig" title="Schlachthofbronx" width="500" height="312" class="size-full wp-image-2930" /></p>
<p>Niemand kommt an ihnen vorbei: <a href="http://www.myspace.com/schlachthofbronx"><strong>Schlachthofbronx</strong></a>. Wie sehr die zwei, respektive drei Jungs am Puls der Zeit sind, zeigt auch, dass ihnen in einem <a href="http://www.funkhauseuropa.de/sendungen/5planeten/2009/schlachthofbronx_interview.phtml">Artikel </a>nachgesagt wird, dass sie zwar aus M&#252;nchen k&#228;men, aber nicht auf der Wiesn auflegten. N&#228;&#228;g, zwei Wochen sp&#228;ter bereits <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8Ty5uZSFJYw">nicht mehr die Wahrheit</a>. Und auch <a href="http://www.arte.tv/de/Kultur-entdecken/tracks/2934972.html">Arte </a>hat die Jungs inzwischen entdeckt &#8211; <a href="http://www.youtube.com/watch?v=yzVI35iRtEY">Link zum Tracksbeitrag auf Jutube</a>.</p>
<p>F&#252;r die Ausw&#228;rtigen, aber auch die Einheimischen sollte man erkl&#228;ren, woher die Jungs kommen. Ganz in der N&#228;he der aktuellen Hipsterviertel G&#228;rtnerplatz und dem gem&#252;tlicheren Teil Glockenbach liegt mitten in Isarvorstadt das Schlachthofviertel: Gro&#223;markthalle, G&#252;terverladung, Schweinegeruch, gewundene Stra&#223;en, Graffiti allenthalben. Alles noch nicht gentrifiziert, allerdings in mauschelnden Kreisen auf dem besten Weg dazu in den n&#228;chsten f&#252;nf Jahren.  </p>
<p><a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/bellyfullofpills/dwnld/SCHLACHTHOFBRONX-HOLDIN_THAT_DICK.mp3">Download audio file (SCHLACHTHOFBRONX-HOLDIN_THAT_DICK.mp3)</a><br />
<a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/bellyfullofpills/dwnld/SCHLACHTHOFBRONX-HOLDIN_THAT_DICK.mp3">Holdin&#8217; That Dick</a></p>
<p>Drei Jungs, Bene, Jakob und Christoph, allesamt bereits als DJs oder mit Soundsystems unterwegs, sind gelangweilt vom minimalistischen Sound. Sie wollen mehr: Mehr Musikstile, mehr Bass, mehr Party. Sie mischen afrikanischen Kuduro mit karibischem Dancehall, brasilianischen Baile Funk mit amerikanischem Bootybass, Dubstep mit Balkan und gie&#223;en &#252;ber alles ein bisschen folkloristischen Bayernschranz. Das Ding bekommt den Namen Munich Bass und mit Hypie Hypie einen eigenen Partyabend in der <a href="http://www.rote-sonne.com/">Roten Sonne</a>, wo mit <a href="http://www.discogs.com/artist/Martin+Gretschmann">Martin Gretschmann</a> <em>der</em> Bastard-Pop-Frickler Deutschlands schlechthin seine Finger im Spiel hat.</p>
<p>Und die Party hat massiven Einfluss auf das Werk von Schlachthofbronx. Denn die drei selbstgew&#228;hlten Leitlinien der Musik sind:<br />
<em>1. Es muss im Club funktionieren.<br />
2. Es muss auf irgendeine Art Eier haben.<br />
3. Es muss 1. erf&#252;llen.<br />
4. Teilweise wird in Interviews auch noch gesagt, dass kein Musikstil l&#228;nger als sechs Minuten vorherrschen darf. So viel zu Minimalismus.</em></p>
<p><a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/SCHLACHTHOFBRONX-MAD_INSTRUMENT.mp3">Download audio file (SCHLACHTHOFBRONX-MAD_INSTRUMENT.mp3)</a><br />
<a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/SCHLACHTHOFBRONX-MAD_INSTRUMENT.mp3">Mad Instrument</a></p>
<p>Was bekommt man da am Ende serviert? Neben zu schwenkenden Handt&#252;chern nebst Trillerpfeifen und Tr&#246;ten einen wilden Bastard aus obigen Musikrichtungen, Tempiwechsel inklusive. Gleichzeitig dient der Club als Testballon f&#252;r neue Tracks, funktioniert der live, ist er w&#252;rdig; funktioniert er nicht, nicht. Um ein wenig die Stimmung r&#252;berzubringen, die bei den Clubgigs / DJ-Sets herrscht zwei Anekdoten:</p>
<ol>Hypie Hypie zur Wiesnzeit. Der Club ist voll, die Acts vorher machen Stimmung aber bringen die Leute nicht zum Ausflippen. Man holt sich zwischendrin mal ein Bier aus den Glask&#252;hlschr&#228;nken, geht aufs Klo oder unterh&#228;lt sich. Kaum &#252;bernehmen die beiden Live-Repr&#228;sentanten des Dreiers &#8211; Bene und Jakob &#8211; das Steuer, verwandelt sich der Club in eine einzige Tanzfl&#228;che, die Glast&#252;ren laufen an, man hat keine Chance mehr zum Unterhalten oder zum Trinken. Man kann nur noch tanzen. Und der Bass l&#228;sst die Haare zittern.</ol>
<ol>Explizit erw&#252;nscht ist auch, dass man L&#228;rm macht. Ob genannte Tr&#246;te oder Pfeife, man kann sich auch anderes mitnehmen. An besagtem Abend hatte einer einen Topf dabei, mit dem er die Wand im Takt bearbeitete. Bene meint dazu nur: &#8220;Du suchst dir irgendwas im Club, was Krach macht und haust drauf. Und wenn es dabei kaputt geht – so what?&#8221;.</ol>
<p>Und diese Stimmung schl&#228;gt sich auch in den Aufnahmen zur Platte nieder. Der Bums steht im Vordergrund, allerdings erg&#228;nzt durch vornehme Kollaborationen mit K&#252;nstlern aus Mali, Costa Rica oder S&#252;dafrika (<a href="http://www.myspace.com/slushpuppykids">Shlush Puppy Kids</a>), aber auch Bayern (<a  href="http://www.myspace.com/keinvorspiel">Kein Vorspiel </a>).</p>
<p><a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/bellyfullofpills/dwnld/SCHLACHTHOFBRONX-BELLY_FULL_OF_PILLS_MIX.mp3">Download audio file (SCHLACHTHOFBRONX-BELLY_FULL_OF_PILLS_MIX.mp3)</a><br />
<a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/bellyfullofpills/dwnld/SCHLACHTHOFBRONX-BELLY_FULL_OF_PILLS_MIX.mp3">Promomix</a></p>
<p>Schlachthofbronx schaffen sich ein eigenes Genre &#8211; allerdings verwandt mit diversen Stilen aus Lissabon und Co. &#8211; und f&#252;hren nebenbei das definitiv falsche Bieder-Image M&#252;nchens ad absurdum: Wir sind da. Und wir leben! Und wer wei&#223;, vielleicht darf man ja mal einen gemeinsamen Clubgig von Schlachthofbronx und LaBrassBanda erleben? Die Gene sind nahezu identisch, die Umsetzung nicht.</p>
<blockquote><p>
Mitglieder: Bene (a.k.a. Graf Stierenfroed), Jakob (a.k.a DJ-King Augenring), Christoph (a.k.a. Bass-King T)<br />
Alben: Schlachthofbronx (2009), Belly Full Of Pills EP<br />
Label: <a href="http://www.diskob.com/">DiskoB</a>, <a href="http://www.myspace.com/onthebrinkrecordings">On The Brink Records</a><br />
Musikdownloads: <a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/bellyfullofpills/dwnld/SCHLACHTHOFBRONX-HOLDIN_THAT_DICK.mp3">Holdin&#8217; That Dick</a>, <a href="http://www.diskob.com/artists/schlachthofbronx/SCHLACHTHOFBRONX-MAD_INSTRUMENT.mp3">Mad Instrument</a>, <a href="http://www.zshare.net/audio/561594499c04f271/">Zirkus,  mehr <a href="http://www.munitionen.de/index.php/2009/03/03/schlachthofbronx-10-tracks/">hier</a><br />
Musikstreams: <a href="http://soundcloud.com/schlachthofbronx">Album &#038; Singles (Soundcloud)</a><br />
Interviews: <a href="http://generationbass.com/2009/08/20/schlachthofbronx-speak-to-generation-bass/">Generation Bass</a>, <a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/469570">jetzt.de</a><br />
F&#252;r Freunde von: <a href="http://www.myspace.com/canseidesersexy">CSS</a>, <a href="http://www.myspace.com/ebonybones">Ebony Bones</a>, <a href="http://www.myspace.com/burakasomsistema">Buraka Som Sistema</a>, <a href="http://www.myspace.com/boy8bit">Boy 8 Bit</a>, <a href="http://www.myspace.com/joycemuniz">Joyce Muniz</a>
</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Wer ist denn &#8230; Maison Neuve? Interview</title>
		<link>http://www.blogpartei.de/2009/08/03/wer-ist-denn-maison-neuve-ein-interview/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 16:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich keine Band von Sauvage Records mehr bringen. Aber nachdem ich Maison Neuves fantastische EP "Victor, Victor" h&#246;ren durfte, hab ich mir kurzerhand den S&#228;nger Guillaume geschnappt und einige Fragen an den Mann gebracht: &#220;ber die Ver&#246;ffentlichungsstrategien von Indielabels, Rousseaus Leben in der Natur, Vergleiche zu skandinavischen Bands oder auch eine unglaublich gute Basslinie, die gar keine ist. <a href="http://www.blogpartei.de/2009/08/03/wer-ist-denn-maison-neuve-ein-interview/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/07/guillaume.jpg" alt="Guillaume of Maison Neuve" /><br />
Eigentlich wollte ich gar keine Band von Sauvage Records mehr hier bringen. Denn schlie&#223;lich sind sie in der aktuellen Frankreich-Ausgabe schon gut vertreten. Aber nachdem ich die EP &#8220;Victor, Victor&#8221; von <a href="http://www.myspace.com/maisonneuve"><strong>Maison Neuve</strong></a> geh&#246;rt habe, komm ich nicht mehr drumherum, das Ding ist einfach zu gut! Falls wer des Franz&#246;sischen m&#228;chtig ist, empfehle ich <a href="http://www.popnews.com/popnews/maison-neuve-victor/">dieses Track-by-track-Review von Popnews</a>. Und als wirklich nahezu hemmungsloser Fan kann ich euch den Kauf der EP f&#252;r <a href="http://sauvagerecords.free.fr/Maison_Neuve.html">sieben Euro</a> nur nachhaltig ans Herz legen. Um ein wenig mehr &#252;ber die Band und ihre Hintergr&#252;nde zu erfahren habe ich mir kurzerhand den S&#228;nger Guillaume geschnappt.</p>
<p><a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/07/Maison Neuve - 01 - Victor.mp3">Download audio file (Maison Neuve &#8211; 01 &#8211; Victor.mp3)</a><br />
Maison Neuve &#8211; Victor</p>
<p><em><br />
Ich find den Song &#8220;Victor&#8221; eurer EP fantastisch und fesselnd &#8211; besonders die Basslinie, die sehr &#8220;catchy&#8221; und eine der markantesten der letzten Jahre ist. Woher nimmt euer Bassist seine Inspiration?</em></p>
<p>» Eigentlich gibt es bei Maison Neuve gar keinen Bassisten! Nur zwei Gitarristen. Die Basslinie habe ich daheim mit meiner Gitarre gefaket. Tats&#228;chlich ist das ein Trick, den ich oft benutze, wenn ich zuhause aufnehme: Dreh den Bassknopf am Verst&#228;rker hoch, den Gitarrenton runter und mach ordentlich Reverb rein. Dann kriegst du so eine Art rauen „Weltall-Mutantenbass“. Den Song selbst haben wir an einem etwas seltsamen Abend in TTs Wohnung aufgenommen, in nur 2 Versuchen. Der Song war somit in weniger als 10 Minuten aufgenommen. «</p>
<p><em><br />
Ich habe gelesen, dass der Song &#8220;Victor&#8221; von Victor de l&#8217;Aveyron handeln soll, einem Jungen, der 6 Jahre im Wald ohne jeden Kontakt zur Zivilisation gelebt hat &#8211; so wie es auch im Song hei&#223;t. Gibt es eine Verbindung von diesem Victor und dem Label &#8220;Sauvage Records&#8221; zu Rosseaus &#8220;homme sauvage&#8221;?<br />
</em><br />
» Nun, der Name &#8220;Sauvage Records&#8221; war schon erfunden bevor ich &#8220;Victor&#8221; geschrieben habe. Aber ich denke, dass wir alle von Sauvage Records besessen sind von der Spannung zwischen Natur und Kultur. Wir sind eine Bande von sehr k&#252;nstlerischen und anma&#223;enden Parisern, aber wir wissen auch, dass wir irgendwann zur echten Tiefe der Natur zur&#252;ckkehren m&#252;ssen; und dass tief in uns eine kleine Flamme der Natur noch brennt. Also ja, Rosseaus Geist ist nicht weit! «</p>
<p><a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/07/Maison Neuve - 05 - Au Large De La Ville.mp3">Download audio file (Maison Neuve &#8211; 05 &#8211; Au Large De La Ville.mp3)</a><br />
Maison Neuve &#8211; Au Large De La Ville</p>
<p><em>Ich wei&#223; nicht genau warum, aber eure EP &#8220;Victor Victor&#8221; erinnert mich an skandinavische Bands und deren Klang: Thematik, anziehende Stimmen, ein pr&#228;senter Bass und so. Verstehst du, was ich meine &#8211; und kannst mir vielleicht sogar eine Erkl&#228;rung dazu geben?</em></p>
<p>» Ich denke, dass wir mit skandinavischen Bands eine Art Faible f&#252;r die Romantik der Natur haben. Du weisst schon: Mensch gegen die Elemente, die Sch&#246;nheit unber&#252;hrter W&#228;lder, Klippen, die Meere und so weiter. Aber unsere musikalische Inspiration ist eigentlich nicht sehr &#8220;nordisch&#8221;. Ich liebe brasilianische Musik&#8230; Ich bin fasziniert vom Rhythmus des Samba und der warmen &#8220;Saudade&#8221; (Sehnsucht) des Bossa Nova. Das sind die Spielarten der Musik, die ich erreichen will. Im Moment entdecke ich auch gerade die afrikanische Musik f&#252;r mich, die so viele Formen, T&#246;ne, Ger&#228;usche und Melodien bereith&#228;lt. </p>
<p>Es gibt ein fantastisches neues deutsches Laben mit dem Namen &#8220;Analog Africa&#8221; (<a href="http://analogafrica.blogspot.com/">zum Label</a>). Alles, was die rausbringen, ist fantastisch! «</p>
<p><a href="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/07/09 - Two Old Dictators (Maison Neuve).mp3">Download audio file (09 &#8211; Two Old Dictators (Maison Neuve).mp3)</a><br />
Maison Neuve &#8211; Two Old Dictators</p>
<p><em>Wie seid ihr auf die Idee gekommen, ein Split-Album mit Lispector zu machen? Ich finde das einen interessanten Weg f&#252;r kleine Bands.</em></p>
<p>» Nun, ich denke, dass wir beide bereit waren und Talent der Welt anzubieten und wir fanden es lustig, ein ganzes Album zu teilen. Als wir sie trafen, hatte sie gerade entdeckt, wie man Musik auf einem Sequencer macht. Ich f&#252;r meinen Teil hatte gerade einen ganzen Packen Songs auf einem kleinen digitalen 8-Spur-Recorder aufgenommen. Lispector ist eine gro&#223;artige K&#252;nstlerin, eine der besten, die ich je getroffen habe. «</p>
<p><em>Wie wurde das Album von den H&#246;rern und Kunden angenommen?</em></p>
<p>» Sauvage ist ziemlich klein. Das hei&#223;t, dass wir keine gro&#223;en Auflagen haben; aber ich denke, dass wir eine ganz gute Akzeptanz haben. Ich kann sagen, dass wir &#252;berrascht waren, dass wir in der Presse aufgetaucht sind. Aber nat&#252;rlich bleibt das Ganze auf einem &#8220;Indie-Level&#8221;. Anders gesagt, niemand kennt uns au&#223;er vier oder f&#252;nf verr&#252;ckten Leuten. «</p>
<p><em>Habt ihr Pl&#228;ne in Deutschland und speziell M&#252;nchen Konzerte zu geben?</em></p>
<p>» Ohhh, wir w&#252;rden so gerne in Deutschland touren! Ich hatte vor 15 Jahren mal einen Brieffreund in M&#252;nchen, aus Holzkirchen, ein wunderbares Kaff, wo ich meinen ersten Kuss hatte! «</p>
<blockquote><p>Mitglieder: Benoît, Guillaume, Johan, TT<br />
Alben: <em>Victor, Victor</em> EP (2008), <em>Splitalbum mit Lispector</em>(2007)<br />
Label: <a href="http://sauvagerecords.fr/">Sauvage Records</a><br />
Downloads: <a href="http://sauvagerecords.free.fr/Media_files/01%20Victor.m4a">Victor (m4a)</a>, <a href="http://sauvagerecords.free.fr/Media_files/09%20Two%20Old%20Dictators.m4a">Two Old Dictators (m4a)</a>, <a href="http://sauvagerecords.free.fr/Media_files/05%20Au%20Large%20de%20la%20Ville.m4a">Au Large De La Ville (m4a)</a><br />
Links: <a href="http://meinzuhausemeinblog.blogspot.com/2009/07/here-we-go-magic-maison-neuve-reza.html">Konzertreview</a>
</p></blockquote>
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		<title>Wer ist denn &#8230; Kid Bombardos?</title>
		<link>http://www.blogpartei.de/2009/08/03/wer-ist-denn-kid-bombardos/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 16:43:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bordeaux]]></category>
		<category><![CDATA[Issue 02]]></category>
		<category><![CDATA[Städtereise]]></category>
		<category><![CDATA[Wer ist denn?]]></category>
		<category><![CDATA[cowboys in africa]]></category>
		<category><![CDATA[good old days]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[kid bombardos]]></category>

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		<description><![CDATA[Bordeaux? Warum gerade Bordeaux? Gibt es nicht andere genug St&#228;dte, die bekannter f&#252;r gute Bands sind? Die Antwort ist so einfach wie bestechend: Gleich mehrere Formationen aus der sch&#246;nen Stadt an der Garonne haben es mir sehr angetan. Alle eint &#228;hnlich wie bei meinen Pariser Komparsen eine gute Bekanntschaft und die Liebe zu den selben B&#252;hnen. Und sie sind alle verdammt jung und spielen trotzdem meist schon seit mehreren Jahren zusammen... <a href="http://www.blogpartei.de/2009/08/03/wer-ist-denn-kid-bombardos/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/07/Bordeaux.png" alt="Kid Bombardos aus Bordeaux" title="Kid Bombardos aus Bordeaux"/><br />
Bordeaux? Warum gerade Bordeaux? Gibt es nicht andere genug St&#228;dte, die bekannter f&#252;r gute Bands sind? Die Antwort ist so einfach wie bestechend: Gleich mehrere Formationen aus der sch&#246;nen Stadt an der Garonne haben es mir sehr angetan. Alle eint &#228;hnlich wie bei meinen Pariser Komparsen eine gute Bekanntschaft und die Liebe zu den selben B&#252;hnen. Und sie sind alle verdammt jung und spielen trotzdem meist schon seit mehreren Jahren zusammen&#8230;</p>
<p>Fragt man die eine Band, mit welchen anderen Bands aus Bordeaux sie gerne abh&#228;ngen, liest sich das folgenderma&#223;en: &#8220;Kid Bombardos, Minuscule Hey, No Hay Banda, Cowboys In Africa&#8221; oder &#8220;The Weakends, The Magnetix, Kid Bombardos, Good Old Days&#8221; oder &#8220;No Hay Banda, Cowboys In Africa, The Sterlings, Sharitah Manush&#8221;. Alle ein harter Kern scheint auch hier vorhanden zu sein. </p>
<p><strong><a href="http://www.myspace.com/kidbombardos">Kid Bombardos</a></strong> sind die Band, die mir am meisten von all den genannten zusagt. Die 17- bis 22-J&#228;hrigen kommen aus Saint-Médard-d&#8217;Eyrans, einem bordelaiser Vorort; ihre Vorliebe f&#252;r alte Boxerlegenden zeigt sich sowohl in ihrem Space wie auch der Namensgebung: Denn Kid Bombardos war &#8220;a guy, who danced through the boxing ring and raised his fist in the air. A guy, who could blow his opponent with a powerful uppercut to the chin. A puncher and a designer.&#8221; Na dann wissen wir ja Bescheid. </p>
<p>Die einzige EP &#8220;Turnin&#8217; Wrong&#8221; liegt mir dankenswerterweise als Promo vor; gleich der Aufmacher <strong>&#8220;I Round The Bend&#8221;</strong> d&#252;rfte wohl der einpr&#228;gsamste Song der Vier sein, ein zur&#252;ckgenommener 5-Min&#252;ter, der vom etwas leierigen Gesang und ganz besonders von den perlenden Plick-Plick-Gitarren lebt. Da verzichte ich sogar mal gerne auf meinen sonst so geliebten Bass, der hier nur ganz sanft im Hintergrund agieren darf. </p>
<p>Anders wird das schon beispielsweise bei &#8220;Days Come Speedy&#8221;, der zwar vom Songger&#252;st nichts Neues bietet, aber die Stimme, die irgendwo aus dem Off zu kommen scheint, macht schon was her. Selbige gef&#228;llt mir ganz besonders wegen diesem etwas &#8220;telefonh&#246;rerartigen&#8221; Verzerrereffekt, der mich irgendwie immer ein wenig an Mister Morrison erinnert. Das ruhigere <strong>&#8220;Turnin&#8217; Wrong&#8221;</strong> gef&#228;llt mir auch &#252;berraschend gut, die Orgelpassagen schaffen ein wenig Kirmesflair, das ich sehr sch&#228;tze &#8211; ohne Spa&#223; jetzt! Ansonsten ist der Song eher eine gem&#252;tliche Jamsession auf gro&#223;en Liegekissen mit einer Wasserpfeife daneben. Voll auf meine Orgel-Kosten komme ich in dem f&#252;nften Song der EP, <strong>&#8220;Deem The Lies&#8221;</strong>: ruhig, ein eing&#228;ngiger Refrain, stakkatoartige Orgelpassagen, kurz und reif. Was bleibt mir zu sagen? Eine Band in der Dengeldengeltradition britischer Bands, die sich in meinen Augen auf ihre St&#228;rken konzentrieren sollte &#8211; und das sind einpr&#228;gsame Melodienl&#228;ufe, die immer mal wieder durch die Zur&#252;ckhaltung der anderen Instrumenten gl&#228;nzen.</p>
<blockquote><p>Mitglieder: David Loridan, Vincent Martinelli, Thomas Martinelli, Simon Martinelli<br />
Alben: <em>Turning Wrong</em> EP<br />
Label: <a href="http://www.soberandgentle.com/">Sober &#038; Gentle</a>
</p></blockquote>
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		<title>Wer ist denn &#8230; Fever Ray?</title>
		<link>http://www.blogpartei.de/2009/03/26/wer-ist-denn-fever-ray/</link>
		<comments>http://www.blogpartei.de/2009/03/26/wer-ist-denn-fever-ray/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Mar 2009 17:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[the knife]]></category>
		<category><![CDATA[When I Grow Up (D. Lissvik Remix)]]></category>

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		<description><![CDATA[Stet ist der Wandel der Welt. Musiker entwickeln sich weiter, sie verlassen ihre angestammte Formation, teils aus Entfremdung, teils aus Unterforderung. Andere erfinden sich als Band neu. Und so scheint es nicht gerade abwegig, sich bei einem Wetter wie diesem, &#8230; <a href="http://www.blogpartei.de/2009/03/26/wer-ist-denn-fever-ray/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogpartei.de/2009/03/26/wer-ist-denn-fever-ray"><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/03/fever-ray.jpg" alt="Fever Ray" title="Fever Ray" /></a><br />
Stet ist der Wandel der Welt. Musiker entwickeln sich weiter, sie verlassen ihre angestammte Formation, teils aus Entfremdung, teils aus <a href="http://www.blogpartei.de/2009/03/12/wer-ist-denn-the-dead-weather/">Unterforderung</a>. <a href="http://www.blogpartei.de/2009/01/11/was-machen-eigentlich-black-rebel-motorcycle-club/">Andere</a> erfinden sich als Band neu.</p>
<p>Und so scheint es nicht gerade abwegig, sich bei einem Wetter wie diesem, wo der klamme Winter nicht gehen will, auch wenn er ganz aprilesque stellenweise die Sonne durchblitzen l&#228;sst, etwas anderen T&#246;nen zu widmen, als denen, die den Geh&#246;rg&#228;ngen eh immer schmeicheln. </p>
<p>Um ehrlich zu sein, ist mir<a href="http://www.theknife.net/"> The Knife</a> kein Begriff. Der Name tauchte hier und da mal auf, vertieft habe ich den Kontakt jedoch nie. H&#246;re ich mir jedoch Karin Dreijer Anderssons Soloalbum unter dem Pseudonym <a href="http://www.myspace.com/feverray"><strong>Fever Ray </strong></a>an, k&#246;nnte das ein Fehler gewesen sein. Doch der Reihe nach:</p>
<p>Zuerst tauchte ein seltsam d&#252;steres <a href="http://vimeo.com/2740700">Video </a>zu &#8220;If I Had A Heart&#8221; auf, das mich in seiner Machart &#8211; nicht nur ob der Totenmasken und der hadesartigen Schifffahrt &#8211; verd&#228;chtig an mein zweitliebstes Adventure Grim Fandango <a href="http://vimeo.com/videos/search:grim%20fandango">erinnerte</a>. Mein Interesse war geweckt, auch da ich seit BRMCs <a href="http://music.allansworld.info/files/BRMC%20-%20Sedated%20With%20Sterilized%20Tongues.mp3">Ausflug </a>in die Sph&#228;ren des Scott Walker wieder Lust auf vermeintlich d&#252;sterere Songs hatte. (Was mit Animal Collectives sehr gutem &#8220;Merriweather Post Pavillion&#8221; auch befriedigt wurde, auch wenn ich &#8220;Feels&#8221; f&#252;r st&#228;rker halte, das aber nur nebenbei bemerkt)</p>
<p><a href="http://www.musicisart.ws/music/mar/fever.mp3">Download audio file (fever.mp3)</a><br />
<a href="http://www.musicisart.ws/music/mar/fever.mp3">Fever Ray &#8211; &#8220;When I Grow Up&#8221; (Lissvik Remix)</a></p>
<p>Die Single war aber fast schon die dunkelste Ausgeburt aus Anderssons Phantasie, nahezu fast alle Songs faszinieren mch mit einer ganz anderen Spielart der Musik: <strong>Afrika</strong>. Im Ernst! Mich erinnert ihr Gesang (und Hintergrundgesang) sowie manche Melodiearrangements unglaublich an schwarzafrikanische Musik; denke ich an Afrika, denke ich an fr&#246;hliche Musik. Ein merkw&#252;rdiger Gegensatz, der vielleicht auch die Anziehung der Platte auf mich erkl&#228;rt. </p>
<p>Wobei ich dem Attribut &#8220;eisig&#8221; meiner Schweizer <a href="http://www.78s.ch/2009/01/27/fever-ray-eine-neue-eiszeit/">Kollegen </a>nicht so ganz folgen m&#246;chte. Zwar wird die Stimme ganz ordentlich verzerrt und gepitcht, aber die Atmosph&#228;re des Albums wirkt zumindest auf mich nicht kalt. Auch wenn man bei Fever schon mal Sch&#252;ttelfrost haben kann&#8230;</p>
<p>Befreit man sich jedoch von solchen geistigen Schienen, erh&#228;lt man ein zur&#252;ckgenommenes Dubstepalbum im Downbeat, das nicht immer von Brillanz nur so strotzt, aber in gewissen Momenten einen ganz eigenen Zauber bereith&#228;lt. Der schnelle Leser kann sich das Album hier auch noch <a href="http://3voor12.vpro.nl/speler/luisterpaal/41651917">hier im Stream </a>zu Gem&#252;te f&#252;hren, doch d&#252;rfte dieses Angebot die n&#228;chsten Tage &#8220;niet meer beschikbaar&#8221; sein.</p>
<p>Nach dem Klick noch besagtes Video zu &#8220;If I Had A Heart&#8221;<br />
<span id="more-1928"></span><br />
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		<title>Wer ist denn &#8230; The Dead Weather?</title>
		<link>http://www.blogpartei.de/2009/03/12/wer-ist-denn-the-dead-weather/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Mar 2009 08:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Liesch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wer ist denn?]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Prinzip Supergroup hat in den letzten Jahren einiges an interessanten Kombinationen gebracht. Seien es die letzten Vertreter eines Cool Britannia, The Good, The Bad &#038; The Queen; sei es das Konglomerat aus einem der besten lebenden Gitarristen &#8211; Jack &#8230; <a href="http://www.blogpartei.de/2009/03/12/wer-ist-denn-the-dead-weather/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.blogpartei.de/2009/03/12/wer-ist-denn-the-dead-weather/"><img src="http://www.blogpartei.de/wp-content/uploads/2009/03/the-dead-weather.jpg" alt="The Dead Weather" title="The Dead Weather" /></a><br />
Das Prinzip Supergroup hat in den letzten Jahren einiges an interessanten Kombinationen gebracht. Seien es die letzten Vertreter eines Cool Britannia, <a href="http://www.myspace.com/thegoodthebadandthequeen">The Good, The Bad &#038; The Queen</a>; sei es das Konglomerat aus einem der besten lebenden Gitarristen &#8211; Jack White &#8211; und einem Virtuosen &#8211; Brendan Benson &#8211; und einer meiner Lieblingsbands &#8211; <a href="http://www.myspace.com/thegreenhornes">The Greenhornes</a> &#8211; zu <a href="http://www.myspace.com/theraconteurs">The Raconteurs</a>. Um den Zusammenschluss von Mitgliedern von Arcade Fire, Beirut und LCD Soundsystem, <a href="http://www.blogpartei.de/2008/11/06/wer-ist-denn-team-b/">Team B</a>, ist es allerdings recht still geworden. Daf&#252;r ist <a href="http://www.blogpartei.de/category/staedtereise/toronto-staedtereise/">Toronto </a>ja an sich immer wieder gut f&#252;r Kooperationen und <a href="http://www.blogpartei.de/2009/02/01/dark-was-the-night-spoon-beirut-bon-iver/">Compilations</a>. Nun also der n&#228;chste Schritt:</p>
<p>Jack White treibt&#8217;s wieder um, er schnappt sich daf&#252;r Alison Mosshart von The Kills als zugkr&#228;ftige Frontfrau, der Greenhorne Jack Lawrence spielt mehr als nur soliden Bass und Dean Fertita, der bereits mit den Raconteurs, Brendan Benson und Queens of the Stone Age tourte und aufnahm, spielt Gitarre. Black Jack spielt &#252;brigens Gitarre und Schlagzeug. Mal sehen, ob er Megs Attit&#252;de erreichen kann. Am Ende nennt sich das Ganze <a href="http://www.thedeadweather.com/"><strong>The Dead Weather</strong></a>, sollte eigentlich nur eine Single lang w&#228;ren und hat nun ein ganzes Album aufgenommen, das demn&#228;chst erscheinen soll.</p>
<p>Und wie klingt die neue Supergroup nun? Ehrlich gesagt nicht sonderlich anders, als es die Namen erwarten lassen. Die Gitarre klingt ganz nach Jack White, der Bass stark nach Lawrence (knarrig verzerrt anschlagen und summen lassen) und Moss-heart l&#228;sst ihre manchmal etwas schwache Stimme gerne absaufen. Vom Hocker gehauen hat der Song <em>&#8220;Hang You From The Heavens&#8221;</em> nicht gerade. Das auf der <a href="http://www.thedeadweather.com/">Bandseite</a> noch anh&#246;rbare B-Seitchen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Are_%27Friends%27_Electric%3F"><em>&#8220;Are &#8216;Friends&#8217; Electric?&#8221;</em></a> bzw. Tubeway Arms ist dagegen ein recht gelungenes Cover eines Gary Numan-Klassikers von 1979. Aber macht euch selbst ein Klangbild:</p>
<p><object width="425" height="344"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/scJ8ITsZsl4&#038;hl=de&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/scJ8ITsZsl4&#038;hl=de&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"></embed></object></p>
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