von Thomas Liesch
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Kaffeesatz: Ausblick des NME auf 2010

Nun also zum dritten Teil, wahrscheinlich der, der euch am meisten bringt – denn es gibt was anzuhören! 20 Bands mit je einem Song, die die Hypemachine NME euch vor den Latz knallt. Ich werde zu den Bands, die es wert sind, ein paar Worte verlieren. Wie immer gilt: Subjektiv, bildet euch selbst eine Meinung!
Teil I: Die BBC legt wie immer fast kommentarlos 15 Bands vor.
Teil II: Der Guardian, MTVuk und einige Blogs wagen ebenfalls den Blick in die Zukunft.
Teil III: Der NME stellt ein 20-köpfiges Radar Mixtape 2010 zum Download bereit
Radar Mixtape 2010
Alte Bekannte, zu denen ich nichts mehr sagen muss, sind: Ellie Goulding, Everything Everything, The Drums, Joy Orbison, Giggs, Hurts, Marina and the Diamonds, Delphic. Die sind alle bereits von der BBC erwähnt worden.
ganz nett – Frankie & The Heartstrings machen dermaßen Retrobeatmusik, dass das ganze auch locker aus Deutschland kommen könnte, Dr. Norton beispielweise.
gut – Kindness klingen interessant. Mehrstimmiger, sphärischer Gesang erinnert an zahlreiche Bands der letzten Jahre, während die elektronische Untermalung ganz im Stil von Kraftwerk und ihren Enkeln von 2007 bleibt. Andere Songs der Band wie “Somewhere” experimentieren mehr mit Bassmelodien und anderen Instrumenten, es bleibt jedoch immer der prägnante Gesang. Nicht verkehrt!
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gut – Theophilus London könnte das sein, was einige Leute da draußen geglaubt hatten in Kanye West oder Santogold gefunden zu haben – Rap für das neue Jahrzehnt. London vereint nämlich hinter seinem Sprechgesang zahlreiche andere Elemente, die abseits des Rap aktuell populär sind: Synthiebackground und Dingeleien ganz nach MGMT-Machart (“Humdrum Town”), Wave-Bassläufe im Stile von Joy Division (“Ultraviolet”) oder Grime/Bass (“Soles Of Fire”). Auf alle Fälle ein recht bunter Strauß Musik mit einer gewissen Basslastigkeit, die die Grundstimmung eher dunkel macht. Mehr dazu bei Spreeblick
sehr gut – Washed Out machen Chillwave at its best. Wer jj gemocht hat, wird Washed Out lieben. Die EP “Life of Leisure” besitze ich bereits seit November und bin sehr angetan. Mehr dazu bei Pitchfork.
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Washed Out – Feel It All Around
sehr gut – Surfer Blood habe ich – wie bereits erwähnt - über den Guardian gefunden und war insbesondere von “Swim To Reach The End” sehr angetan, quasi eine Hymne im Stile von Japandroids “Boys Are Leaving Town” und ähnlichem. Aber auch Fans von Wavves kommen angesichts der schicken Riffs und des Gesangs auf ihre Kosten.
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Surfer Blood – Swim To Reach The End
sehr gut – Darwin Deez singen wie Radiohead, machen aber deutlich eingängere Musik (ou, wenn da mal nicht wieder einer aufschreit), die sich schnell in die Windungen des Hirns vortastet, wo Glückhormone ausgeschüttet werden. Repetitiv, saubere Melodien, schöner Gesang. Gut.

Fazit: Vor heute morgen waren mir bis auf Washed Out, Surfer Blood und The Drums alle Bands unbekannt. Nach Durchhören der BBC-Tips fallen hier ja einige raus, aber am Ende bleiben doch gute Dinge übrig, die man beobachten sollte: Kindness, Surfer Blood, Washed Out, Theophilus London, Darwin Deez.





