8. June 2009
von Thomas Liesch
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07. Juni - Wavves – abgesagt

Wavves
Na das nenn’ ich ja praktisches Timing, einen halben Tag vor meinem eigentlich geplanten Relaunch am Freitag erfährt man das… Seit Donnerstag steht fest, dass das Konzert abgesagt ist. Grund: Auf dem Primavera in Barcelona war Williams derart zugedröhnt, dass er den Soundcheck vermasselte und alle Leute um sich rum anmachte. Er fing dann völlig falsch und zu langsam an “Weed Demon” zu spielen und Ryan Ulsh versuchte ihm an den Drums zu helfen. Nur hat “Weed Demon” normalerweise gar keinen Schlagzeugpart… Extrem lesenswertes Konzertreview mit noch mehr schönen Szenen hier! Soviel zu “Vertrau’ Lo-Fi”…


Verlosung! blogpartei verlost 1×2 Gästelistenplätze für das Konzert am Sonntag. Alles, was ihr tun müsst, ist entweder bis Sonntag-Mittag hier einen Kommentar mit E-Mail hinterlassen oder mir eine E-Mail schreiben, aus der euer Name hervorgeht. Per Zufallsgenerator gezogen, geht der Name dann ruckzuck ans Babalu, das euch dann auf die Liste setzt.

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“So Bored”

Wenn einem Mann nachgesagt wird, den aktuellen Sound der amerikanischen Jugend zu machen, muss man doch mal hinhören. Nathan Williams ist dieser Mann und seine Band heißt Wavves. Wie schrieb ich zuvor?

Teils geht der Sound wirklich an die Grenzen, gerade das obige “California Goth” besteht eigentlich nur noch aus verzerrtem Geschrammel, einem “Hintergrunz-Gesang” und einem stabilen Schlagzeug.

Aber ich mag so Sound; er hat was Unverfälschtes, er ist irgendwie ehrlich, voller Energie, verspielt trotz seiner vermeintlichen Geradlinigkeit im punkigen “Uff-Zack”-Schlagzeug. Auch das Wechselspiel der zwei Stimmen bei “So Bored” ist eigentlich eine Schönheit, die sich hinter einem Kettenhemd versteckt.

Und genau so ist es immer noch, es ist derbe übersteuert, es ist nicht bereinigt von irgendwelchen Störgeräuschen, es ist Lo-Fi der derberen Gangart. Doch wie beschrieben, hinter dem vermeintlichen Lärm liegt in meinen Augen wirklich gutes Songwriting mit Melodien und Refrains, die wirklich ins Ohr gehen. Das Schlagzeug bleibt punk mit seinem klassischen Uff-Zack, doch sollte man damit nicht den ganzen Sound in die Ecke des Punk stellen. Denn es steckt mindestens genau so viel Rock wie Beach in diesen Songs. Live bin ich besonders gespannt, wie das Zusammenspiel von Williams mit Ryan Ulsh sein wird, ob die Songs noch unfertiger wirken werden oder ob das Ganze “wie im Studio” klingen wird – also 1:1 “abgespielt” wird.

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“Friends Were Gone”

Eine besondere Beziehung muss Williams zu Gruftis haben, denn 5 von 14 Songs vom neuen Album “Wavvves” tragen im Titel den Ausdruck “Goth”. Auf dem ersten Album “Wavves” waren das nur 3 von 12. Sind Goths in den USA die neuen Emos?

Vorband wird übrigens High Voltage Humans aus München sein, ein energetisches Duo, dessen Songs zwischen Hipsterindietronica und Rock wechseln. Könnte interessant werden, gerade wenn manche Songs wie “White Blood Bath” live ihre Wirkung hoffentlich verstärken und “Voice” oder “Laser Symphony (Catastrophy)” so abgeht, wie er klingt. Werd’ ich mal im Auge behalten…

Zu sehen am Sonntag, 07. Juni im Babalu für 12 Euro. Oder eben mit etwas Glück für 0 Euro.

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