
Das Prinzip Supergroup hat in den letzten Jahren einiges an interessanten Kombinationen gebracht. Seien es die letzten Vertreter eines Cool Britannia, The Good, The Bad & The Queen; sei es das Konglomerat aus einem der besten lebenden Gitarristen – Jack White – und einem Virtuosen – Brendan Benson – und einer meiner Lieblingsbands – The Greenhornes – zu The Raconteurs. Um den Zusammenschluss von Mitgliedern von Arcade Fire, Beirut und LCD Soundsystem, Team B, ist es allerdings recht still geworden. Dafür ist Toronto ja an sich immer wieder gut für Kooperationen und Compilations. Nun also der nächste Schritt:
Jack White treibt’s wieder um, er schnappt sich dafür Alison Mosshart von The Kills als zugkräftige Frontfrau, der Greenhorne Jack Lawrence spielt mehr als nur soliden Bass und Dean Fertita, der bereits mit den Raconteurs, Brendan Benson und Queens of the Stone Age tourte und aufnahm, spielt Gitarre. Black Jack spielt übrigens Gitarre und Schlagzeug. Mal sehen, ob er Megs Attitüde erreichen kann. Am Ende nennt sich das Ganze The Dead Weather, sollte eigentlich nur eine Single lang wären und hat nun ein ganzes Album aufgenommen, das demnächst erscheinen soll.
Und wie klingt die neue Supergroup nun? Ehrlich gesagt nicht sonderlich anders, als es die Namen erwarten lassen. Die Gitarre klingt ganz nach Jack White, der Bass stark nach Lawrence (knarrig verzerrt anschlagen und summen lassen) und Moss-heart lässt ihre manchmal etwas schwache Stimme gerne absaufen. Vom Hocker gehauen hat der Song “Hang You From The Heavens” nicht gerade. Das auf der Bandseite noch anhörbare B-Seitchen “Are ‘Friends’ Electric?” bzw. Tubeway Arms ist dagegen ein recht gelungenes Cover eines Gary Numan-Klassikers von 1979. Aber macht euch selbst ein Klangbild: