
Ich bin immer auf der Suche. Auf der Suche nach dem Hörerlebnis. Dass man eine Platte einlegt und einen der Sound einfach umhaut. Dafür kann es viele Gründe geben: Man hat so einen Sound vielleicht noch nie gehört, man hat ihn schon lange nicht mehr gehört oder man hat ihn noch nie SO gehört. Oder Volume war zu laut eingestellt, das gilt aber nicht wirklich. Manchmal befürchte ich, dass, je öfter und länger man intensiv Musik hört, desto seltener werden solche Momente. Aber man lernt immer wieder neue Strömungen und Ideen kennen. Beispiele waren bei mir das Debüt der Strokes oder das Debüt von Jamie T.
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Und vielleicht ist der Vergleich ja gar nicht so verkehrt. Ein Jungspund macht verqueren Lo-Fi in seinem Schlafzimmer. Soweit so ähnlich. Doch der Sound von Wavves a.k.a. Nathan Daniel William klingt eher nach The Thermals, großteils (massiv) übersteuerter Lo-Fi-Punk. Ein ruhiger Song wie “Weed Demon” klingt wie eine Mischung aus The Features und The Je Ne Sais Quoi. Alles eine verdammt tief liegende Schublade, die ich selten, aber gerne öffne.
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Teils geht der Sound wirklich an die Grenzen, gerade das obige “California Goth” besteht eigentlich nur noch aus verzerrtem Geschrammel, einem “Hintergrunz-Gesang” und einem stabilen Schlagzeug.
Aber ich mag so Sound; er hat was Unverfälschtes, er ist irgendwie ehrlich, voller Energie, verspielt trotz seiner vermeintlichen Geradlinigkeit im punkigen “Uff-Zack”-Schlagzeug. Auch das Wechselspiel der zwei Stimmen bei “So Bored” ist eigentlich eine Schönheit, die sich hinter einem Kettenhemd versteckt.
Gefunden direkt nach einer Bilderserie über argentinische Hintern. Vice kann wunderbar sein, in seltenen Fällen. Das Interview zum Beispiel ist mal wieder sehr verkrampft alternativ. Aber dennoch danke für den Hinweis. Die Songs “Weed Demon” und “Beach Demon” gibt es hier zum Download.
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