Was machen eigentlich … Black Rebel Motorcycle Club?

Der geneigte Leser könnte wissen, dass ich bei Nachfolgealben immer kritisch bin. Man könnte auch sagen, man kann’s mir nicht leicht rechtmachen. Denn macht eine Band einfach das Selbe immer weiter (Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand), bin ich gelangweilt. Entwickelt sie sich dagegen in eine Richtung weiter, die das nicht mitnimmt, was mir an der Band gefallen hat (Bloc Party, Kings of Leon), bin ich genervt.

Auch Black Rebel Motorcycle Club machte mir Schwierigkeiten. Das Debüt war ein Knaller und hatte in “Whatever Happened To My Rock ‘n Roll” eine Hymne, vergaß aber die wirklich guten ruhigen Stücke mit “Love Burns” oder “Salvation” nicht. “Take Them On, On Your Own” brachte das Gute am Sound auf den Punkt, einen Song da herauszugreifen ist fast unmöglich. “Six Barrel Shotgun” war so voller Zorn wie der Titel es nahelegt, “And I’m Aching” dagegen zeigte das volle Potenzial der Band für Balladen. Das dritte Album “Howl” setzte dann auf Americana, was mir überhaupt nicht taugt – und zwar nicht ein Song. “Baby 81″ war dann zwar wieder rockiger, aber irgendwie ausgenudelt. Und fast alle Riffs klangen wie Metallica.

Und nun? Der Club haut auf den Tisch und schmeißt den Drummer raus, der auch beim dritten Album bereits gefehlt hatte. Drogen. Und irgendwie, kaum ist Nick Jago nicht dabei, verändert die Band ihren Sound massiv. War es bei “Howl” noch der erwähnte Americana-Stil, scheint das fünfte Album “The Effects Of 333″ völlig in die Düsternis abzudriften. Und ich muss gestehen, ich habe erst durch Tonspion heute erfahren, dass das Album bereits seit November draußen ist.

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“Sedated With Sterilized Tongues”

Ich mein, BRMC waren noch nie frei von psychedelischen Noise-Einflüssen, es gab immer Songs, die sich auf einen sog. Ambient-Sound reduzieren ließen. Aber diese Hörprobe ist schon … überraschend. Und damit stellen mich die Zwei vor eine harte Bewährungsprobe – denn sie haben auf jeden Fall ihre bekannten Pfade verlassen. Beim fünften Album ist das wohl auch nicht das Schlechteste. Aber ob ich diesen Stil will? Scott Walker linst mehr als nur um die Ecke – zwar nicht wie auf den Alben, wo er Schweinehälften als Trommel benutzt hat, aber…

Ich empfehle zur weiteren Information insbesondere das Albumreview und die dazugehörigen Kommentare von AWMusic aus Kanada.


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