6. January 2009
von Thomas Liesch
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Wer ist denn … The Whitest Boy Alive?

The Whitest Boy Alive
Lasst uns doch mal eine Band anschauen, die ich kannte bis vor wenigen Monaten gar nicht kannte und von der man schon länger nichts mehr gehört hat; eines Abends in einer Bar war einer der seltenen Momente, wo ich den DJ fragte, was da denn gerade läuft. In diesem Fall sicher der absolut richtige Weg, ich erfuhr von The Whitest Boy Alive. Doch wer steckt dahinter?

Will man über TWBA reden, sollte man zunächst einmal klären, wer Erlend Øye ist; auf dem Bild sollte er der Herr in braun sein. Jener Norweger ist Teil des Duos Kings Of Convenience, solo unterwegs eben als Erlend Øye und gleichzeitig Chef von The Whitest Boy Alive. Also ein vielbeschäftigter Mann, der sich nicht teilen kann.

Die Musik ist derart mein Geschmack (für den Moment), dass ich es zu einem meiner “Guten, alten Alben” für 2008 kürte. Ich steh auf seine Stimme, ich steh auf den Bass, ich kann diese Musik eigentlich immer hören. Beruhigend, schön.

Liegt eben jenes Album “Dreams” mehr als 2 Jahre zurück, so liegt das letzte von Kings Of Convenience bereits 5 Jahre zurück. Dennoch arbeitet Erlend mit dem weißesten, lebenden Jungen am nächsten Album, das Ende Februar erscheinen soll. Die eine Quelle sagt von Berlin aus, eine andere von Mexiko aus.

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The Whitest Boy Alive – “Burning”

Kings Of ConvenienceWas für Musik machen denn dann Kings Of Convenience? Um die Frage streitet man sich eigentlich seit dem Debüt “Quiet Is The New Loud” von 2001. Ein paar Schubladenfreaks erfanden für diese Art der Musik, die für ihre Ohren ähnlich wie die Debütalben von I Am Kloot (“Natural History”) sowie Turin Brakes (“The Optimist”) die Bezeichnung New Acoustic Movement. Doch vielleicht noch prägender war die Aussage des Albumtitels, dass “Ruhig das neue Laut ist”. Als wäre die Lautstärke ausreichend für die Unterscheidung…
Um so amüsanter ist der Arbeitstitel für das kommende Album, an dem noch eifrig gewerkelt wird: “Quiet IS The New Loud”. Klares Statement. Für mich klingen die Kings nicht so wirklich anders als der Sound von TWBA. Elektronika gemischt mit Indiepop und Ambient sollte als grobe Schublade reichen.

Und da der gesundheitsbewusste Nerd ja im Moment in aller Munde ist, haben die beiden Kings of Convenience auch dazu eine klare Meinung, die ich, wenn ich mal 33 werden, hoffentlich teilen kann.

Now when we’re 33, we’re finally beginning to reap the benefits of not having been smoking and drinking

Anbei noch etwas nutzloses, aber interessantes Wissen: “Die Songs des Debüt-Albums entstanden im postalischen Wechselspiel zwischen Bergen (Bøe) und London (Øye).” Kennen wir das nicht woher? Wie schade, dass der Name “The Postal Service” schon weg war… Distanz scheint also bei mehreren Bands der Qualität nicht abträglich zu sein

ErlendErlend Øye ist also mit zwei Hauptbands bereits gut ausgelastet und arbeitet mit beiden an einem neuen Album. Doch das hält ihn nicht davon ab, Soloalben aufzunehmen wie beispielsweise “Unrest” von 2003. Oder bei seinen norwegischen Kollegen von Röyksopp mitzusingen. Seine Solomusik verlässt die eingeschlagenen Pfade nicht wirklich. Die Stimme bleibt prägnant, doch ist der Elektroanteil in der Musik etwas höher als bei den Kollektivbands. Vielleicht kann man seine Arbeitsweise ein wenig mit Martin Gretschmann vergleichen, der bei seinen Kollektivbands The Notwist und 13&God eher im Hintergrund agiert (okay, ohne Gesangsteil) und solo dann als Console bzw. Acid Pauli die Elektrokeule auspackt.

Erlend-Bild von Justviry

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  • Katha am 10. 01. 2009

    Toller Tipp, Danke. “Burning” ist echt ein tolles Lied.

    (Jaja, ich weiß: ein langweiliger, im Grunde sinnloser Kommentar, aber mehr hab ich nicht zu sagen – im Moment zumindest)



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