1. December 2008
von Sebastian Nachbar
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Rückblick on3radio festival II – Anathallo

Gastbeitrag vom Bastl:

Ich möchte auch ein bisschen was zum on3radio festival sagen. Vor allem zu einer ganz bestimmten Band, nämlich Anathallo . Die Truppe aus dem Niemandsland von Michigan ist kurzfristig als Ersatz für Lightspeed Champion eingesprungen, der ein paar Tage vorher krank geworden war.

Natürlich hatten sie einen schweren Stand beim Festival: eine in Europa ziemlich unbekannte Band tritt als Ersatz für einen der Headliner auf und muss noch dazu zur gleichen Zeit wie TV On The Radio auf die Bühne. Dementsprechend beschaulich war der Rahmen ihres Auftritts. Aber – und wirklich ganz großes aber – für mich waren sie die Überraschung des Abends und gleichzeitig – wenn nicht der – Höhepunkt meiner Festivaltagesordnung.


Anathallo sind zu siebt, und haben ein bisschen was von Arcade Fire und Broken Social Scene. Nur gehen sie in ihrer Experimentierfreudigkeit noch mindestens eine Stufe weiter. Selten tu ich mir so schwer, den Sound einer Band in Worte zu fassen, so eigen, so anders ist ihre Musik. Hochkomplizierte Schlagzeugrhythmen dienen Anathallo als Gerüst für ein fast orchestralisches Klangerlebnis mit Glockenspielen, Bläsern, Trommeln und selbstgebastelten Instrumenten. Ständig rauscht, scheppert, klingt von irgendwo auf der Bühne was Neues, was Anderes ans Ohr und die beiden wichtigsten Stimmen von Bandgründer Matthew Joynt und Erica Froman neben ihm harmonieren super miteinander.

Die perfekte Akustik des Studios machte das Konzert von Anathallo für mich zu einer echt geilen Show und es reut mich überhaupt nicht, dafür TV On The Radio verpasst zu haben. Anathallo haben sich vor ihrem Auftritt im Studio 2 in einem kleinen Proberaum des BR-Studiobaus schon mal warmgespielt. Zu sehen gibts das Ganze hier.

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  • Chris am 1. 12. 2008

    Hey, ne super Band. Hab mir grad angehört, wie sich warmspielen, das ist echt mal ein völlig neuer Sound und du hast recht, der lässt sich kaum beschreiben. Einfach klasse, hoffe, noch viel von denen zu hören.



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