
Dieses gefundene Schild, vor dem Eingang in die Ecke gepfeffert, sagt eigentlich schon alles: Ich will da rein! – und hej: Ich war da drin! Ein ereignisreicher Abend; viele neue Bands, viele gute Bands, vier Setlists und 2 Handtücher (Santogolds Schweiß!) abgestaubt und und und…
Bei dieser Gelegenheit kann ich auch den Besuch der Festival-Seite nachdrücklich empfehlen: So muss das aussehen! Interviews, Bilder, massig Konzertmitschnitte als Audio und Video zum Download, Informationen und mehr. Sehr, sehr geil!
Für den Rückblick möchte ich mit zwei Bands beginnen, die ich vorher nicht wirklich kannte. Frittenbude sind Münchener respektive Ex-Landshuter Jungs, die astreinen Electro-Clash machen. Andere würde auch einfach New Rave sagen. Der Vergleich mit den Hamburgern Bratze drängt nicht nur nach dem Festival auf; schließlich gehören die Jungs alle zum Audiolith-Label. Aber auch Bands wie Hadouken! sind nicht so weit weg.
Ihr überdimensionaler Panda war leider nicht am Start – vorgeschobener Grund war, dass er beim Videodreh verbrannt wurde / ist. Aber immerhin gab es einen kleinen Panda aus Japan aufm Mischpult. Die Setlist lies eigentlich keine Wünsche offen, offenbar waren alle Knaller dabei, die Leute waren für ein erstes Konzert am Abend erstaunlich gut mit dabei. Die Musik macht’s einem aber auch einfach.
Santogold, okay, klar, man kennt das Album ein wenig und man kennt natürlich L.E.S. Artistes. Aber mehr irgendwie nicht. War sie nicht irgendwie im A&R-Bereich angestellt und macht nun eigene Musik? In der Tat, von Epic Records über eine Punkband namens Stiffed hin zur neuen Pop-Prinzessin.
Das Outfit war zumindest schon mal aller Karen O.-Ehren wert! Ein Ganzkörperanzug in einer Mischung aus Zirkuslivree und Matrose, dazu viele goldene Details. Doch fast noch abgefreakter ihre zwei “Background”-Sängerinnen. Mit einer Art goldenem Poncho standen sie teils minutenlang unbeweglich am Mikro, um dann im richtigen Moment roboterartig zu explodieren und völlig kirre Moves abzuziehen. Schon mal net verkehrt. Doch auch die Songs hatten es in sich, der Groove ging durch die Meute, die noch von Buraka Som Sistema aufgeheizt war. Sehr schön auch die Frage, ob man The Clash mag. Und zack, ein gar nicht so plattes Cover von “Guns of Brixton” bzw. “Guns of Brighton”. Und dass am Ende ein paar auserwählte Mädels aus dem Publikum mit ihr auf der Bühne zappeln durften, kannte man in diesem Studio schon von Missent To Denmark, aber hej: Immer wieder schön anzuschauen!
Warum sie jedoch ihren Überhit gleich als zweiten Song spielte werde ich glaub nie verstehen. Die Wege der Roboter sind unergründlich.
Im zweiten Teil meines Rückblicks wird es um Buraka Som Sistema und TV on the Radio gehen. Des Weiteren die zwei Setlists von Missent To Denmark sowie TV on the Radio! Abgezockt! Dazu hoffe ich, dass meine geschossenen analogen Bilder zum Ende der Woche fertig sind und dann bald auch hier zu sehen.


herrliches festival! mehr davon! danke an frittenbude für den tollen auftakt!