Vertrauen ist eine Sache. Der Regen dann eine andere.
Der Tag versprach wunderbares Wetter, die Sonne schien sich die Sonne aus dem Hintern, die Sonnenstraße war halb gesperrt und dementsprechend gefüllt, der Konzertbereich des Sendlinger-Tor-Platzes überfüllt. Doch gleich hier die erste Anmerkung: Warum steht die Bühne bergauf, sodass man kaum über Schultern gleichgroßer Menschen sehen kann? Und warum steht in der Sichtlinie der Bühne ein Bierzelt? Kann das nicht weiter aus dem Weg?
Nichtsdestotrotz fand man sich zahlreich ein, hörte sich den matschigen Sound von Emil Bulls und Blumentopf unter den relativ regensicheren Bäumen an, zahlte solide Preise für Speis’ und Trank und harrte Nada Surf.
Wer dachte, dass sich der Platz auf die Nacht hin leeren würde, der war schief gewickelt bzw. nasskalt erwischt. Die Bude blied bis zum Konzertbeginn um halb Zwei gerammelt voll. Nach dem Verlassen der Baumsektion war der Sound dann auch besser, aber dafür die Laune langsam unten und die Socken nass.
Schade, wäre das Vertrauen in den Wetterbericht nicht so groß gewesen, hätte geeignete Kleidung das Konzert noch retten können, so war das leider nichts.