30. March 2007
von Thomas Liesch
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Scissors For Lefty

scissor for lefty bryan garza
Photo: Scissors For Lefty – Photographin: Unrulybadger

Ergänzung: Offenbar ist auf dem Photo Mister Barât von den Dirty Pretty Things zu sehen, bei denen die Scissors For Lefty Vorband waren… Schade, so ein tolles Photo :)

Im Moment ist wohl Zeit der tollen Promo-CDs! In der Arbeit durfte ich mir die wunderbaren Scissors For Lefty zu Gemüte führen! Auf dem Southside hatte ich sie damals leider verpasst, ich vermute mal wegen der WM… Die Manu hat sie mir jedoch wärmstens an Herz gelegt und das auch völlig zurecht! Als Vorband der Arctic Monkeys konnte man sie bereits bewundern, im Moment sind sie auf dem Weg zum SXSW…

Drei beziehungsweise zwei Geschwister, macht insgesamt fünf Männeken. Der Sänger Bryan Garza sieht nicht von ungefähr aus wie eine Mischung aus Carl Barat und Julian Casablancas… Auch die Musik liegt schön zwischen den Strokes und den Synkopenrockern Londons. Manch einer mag sie auch gerne mit The Bravery oder den Infadels vergleichen. Wieder wo les ich was von einem Mix aus Franz Ferdinand, Pulp und den Killers. Pulp kann man auch noch stehen lassen, ob Bryans Stimme. So, und nun schön ein Koordinatensystem zeichnen.
Scissors for lefty Underhanded Romance
Scissors For Lefty – Underhanded Romance

Immer schön voran, zackzack im Schritt! Der treibende Beat beispielsweise bei “Ghetto Ways” erinnert mich im Moment stark an The Blood Arm, auch wenn dort ein Klavier die Aufgabe übernimmt, die bei den Leftys der Bass naturgemäß einnimmt; dieser Song ist auch für mich der beste Song für die Frisurendiskos dieser Welt. Noch ähnlicher zu den Blood Armlern wirds bei “Next To Argyle”, da dort das Klavier auch zum midtempo-Stapfer mitklimpert. Bei “Nickles And Dimes” könnte man ihn glatt mit der neuen Strokesstimme – der ohne Verzerrer halt – verwechseln… Der beste Song ist in meinen Augen aber “Save It Cory”, ein ruhig veranlagter Popsong, der mit tollem Zusammenspiel der Instrumente und ausdrucksstarkem Gesang punktet.

Insgesamt überzeugt mich das Album aber auch auf ganzer Länge, da man auch den Mut zu mehreren ruhigen Songs hat. Das traut sich ja kaum noch eine Band, die gerne Indiedancefloorhype werden würde… Denn gerade Stücke wie “Marsha” – das mich an eine Mischung aus Nada Surf und Death Cab erinnert – machen aus der Platte trotz ihres langsameren Tempos eine echte Aprilplatte. Man freut sich auf den kommenden Frühling, muss aber diverse Schauer bis dahin aushalten.

(lesen: myspace / home / sxsw2007 / persona non grata / subculturemag (en) / wikipedia (en) /
(hören: myspace / home / Ghetto Ways (mp3) / Ghetto Ways (akustik-mp3) / Lay Down Your Weapons (mp3) / Christmas Intentions (mp3) / Next To Argyle (akustik-mp3) / Marsha (akustik-mp3) / Wandering Arms (akustik-mp3) )

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  • Kellerkind am 30. 04. 2007

    oh ja, gleicher Meinung, Platte rockt von vorn bis hinten, sehr schön!



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